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Allgemein

SAARLOOS WOLFHUND

Ursprungsland: Niederlande



  Kurze Geschichte der Rasse.


  Rassebeschreibung.

Verwendung:
Der Saarloos Wolfhund ist nicht in Hinsicht auf eine besondere Dienstleistung gezüchtet worden; er besitzt Eigenschaften, die es ihm ermöglichen, ein treuer und zuverlässiger Gesellschafts- und Haushund zu sein.

Allgemeines Erscheinungsbild:
Der Saarlooswolfhond ist ein kräftig gebauter Hund, dessen äußeres Erscheinungsbild (Körperbau, Gangwerk und Behaarung) an einen Wolf denken läßt. Er ist harmonisch gebaut und hat recht lange Gliedmaßen, ohne den Eindruck zu erwecken, hochbeinig zu sein. Die unterschiedlichen sekundären Geschlechtsmerkmale bei Rüden und Hündinnen sind ausgeprägt.

Verhalten und Charakter (Wesen):
Lebhafter, von Energie strotzender Hund, der einen stolzen und unabhängigen Charakter aufweist. Er ist nur aus eigenem freien Willen gehorsam; er ist nicht untertänig. Gegenüber seinem Herrn ist er anhänglich und im höchsten Maße zuverlässig. Fremden gegenüber zeigt er sich reserviert, einigermaßen mißtrauisch. Seine Reserve und sein wolfähnlicher Fluchtrieb in unbekannten Situationen sind typisch für den Saarlooswolfhund und sollten als rassetypische Eigenschaften erhalten werden. Wenn Fremde sich einem Saarlooswolfhund nähern, sollten sie einiges Verständnis für das Benehmen dieses Hundes haben, für seine Zurückhaltung und für seinen Fluchttrieb, Eigenschaften, welche er als Erbgut in sich trägt. Eine forcierte, nicht gewünschte Annäherung durch einen Fremden kann dazu führen, daß der Fluchttrieb überwiegt. Die Behinderung dieses Triebes, z.B. durch mangelnde Bewegungsfreiheit des angeleinten Hundes, kann dazu führen, daß sein Benehmen ängstlich erscheint.

Kopf:
Der Kopf soll einen wolfartigen Eindruck erwecken und in seiner Größe mit dem Körper harmonisch übereinstimmen. Von oben und von der Seite gesehen ist der Kopf keilförmig. Sehr charakteristisch ist die Linie vom Fang zum gut entwickelten Jochbeinbogen. Zusammen mit der richtigen Form und Stellung der Augen verursacht diese Linie das gewünschte wolfsähnliche Erscheinungsbild.

Oberkopf:
Schädel: Der Schädel ist flach und breit; in Bezug auf seine Breite muß vor Übertreibung gewarnt werden, da dies die typische Keilform beeinträchtigt. Das Hinterhauptbein und die Augenhöhle dürfen nicht auffallen; der Augenbrauenbogen soll in einer fließenden Linie in den Schädel übergehen.
Stop: Der Übergang von dem kräftigen Fang zum Schädel bildet einen leichten Stop.

Gesichtsschädel:
Nase: Nasenspiegel gut pigmentiert, Nasenrücken gerade.
Kiefer: Ober- und Unterkiefer sind gut entwickelt und tragen ein kräftiges und komplettes Scherengebiß, welches jedoch auch in Form einer knappen Schere annehmbar ist.
Lefzen: Gut geschlossen.
Oberkiefer: Verglichen mit dem Schädel darf er nicht grob erscheinen: ein zu grober Fang verunstaltet die typische wolfähnliche Form.
Unterkiefer: Nicht auffallend.
Augen: Vorzugsweise gelb, mandelförmig, leicht schräg platziert, nicht vorstehend und nicht rund, mit gut anliegenden Augenlidern. Der Ausdruck ist aufmerksam, wohl reserviert, aber nicht ängstlich. Das Auge ist ein sehr rassetypisches Merkmal, welches das gewünschte wolfsähnliche Erscheinungsbild unterstreicht. Der gewünschte Ausdruck wird nur durch ein helles Auge hervorgerufen. Auf die Farbe, Form und richtige Stellung im Schädel muß sehr viel Wert gelegt werden. Beim älter werdenden Tier darf die gelbe Augenfarbe dunkler werden, aber die ursprüngliche gelbe Farbanlage des Auges sollte erhalten bleiben. Eine braune Farbanlage ist weniger erwünscht. Die Augenhöhle geht in einer fließenden Linie in den Schädel über: eine zu ausgeprägte Augenhöhle zusammen mit einem akzentuierten Augenbrauenbogen und einem markierten Stop ist unerwünscht.
Ohren: Mittelgroß, fleischig, dreieckig mit einer abgerundeten Spitze; Innenseite behaart. Das Ohr ist auf der Höhe der Augen angesetzt. Die Ohren sind sehr beweglich und bringen Stimmung und Emotionen des Hundes zum Ausdruck. Unerwünscht sind zu spitze und zu hoch angesetzte Ohren. Zu weit lateral angesetzte Ohren verunstalten de Kopf in seiner typischen Erscheinungsform und sind deshalb weniger erwünscht.
Hals: Trocken und gut bemuskelt; er geht in einer sehr fließenden Linie in den Rücken über; ebenso ist die Linie von der Kehle zur Brust fließend. Der Hals kann, vor allem bei der Winterbehaarung, durch einen schönen Kragen geschmückt sein. Die Kehlhaut ist minimal und fällt nicht auf. Für den Saarlooswolfhund kennzeichnend ist, daß im entspannten Trab Kopf und Hals eine fast horizontale Linie bilden.

Körper:
Der Saarlooswolfhund ist länger als hoch.

Rücken: Gerade und stark.
Rippen: Normal gewölbt.
Brust:Die fließende Brustlinie reicht höchstens bis zu den Ellenbogen. Brust und Abstand zwischen den Beinen erscheinen von vorne gesehen mäßig breit. Eine zu massive Brustpartie soll vermieden werden, da dies die typische Silhouette, die diesen steten Traber kennzeichnet, stört. Die Silhouette ist eher rank und sehr wolfähnlich.
Unterlinie:Straff und leicht aufgezogen.
Rute:Am Ansatz breit und üppig behaart; sie reicht mindestens bis zum Sprunggelenk. Sie erscheint etwas tief angesetzt, was oft durch eine leichte Vertiefung beim Rutenansatz akzentuiert wird. Die Rute wird leicht säbelförmig gebogen bis beinahe gerade getragen. In der Erregung und im Trab darf sie höher getragen werden.

Haarkleid:
Beschaffenheit des Haares: Die Sommerbehaarung ist ganz anders als die Winterbehaarung. Im Winter überwiegt meistens die Unterwolle, die zusammen mit dem stockhaarigen Deckhaar einen reichlichen Pelz über den gesamten Körper formt und um den Hals einen deutlichen Kragen bildet. Bei der Sommerbehaarung dominiert über den ganzen Körper das stockhaarige Deckhaar. Temperaturunterschiede im Herbst und Winter können einen großen Einfluß auf die Unterwolle haben; diese sollte aber in jedem Fall anlagemäßig vorhanden sein. Es ist notwendig, daß der Bauch, die Innenseite der Oberschenkel und auch der Hodensack mit Haar bedeckt sind.
Farbe des Haares:
- Von hell bis dunkel schattiertes Schwarz-wildfarben, das sogenannte wolfsgrau
- Von hell bis dunkel schattiertes Braun-wildfarben, das sogenannte ?bos?-braun, (?bos?= Wald).
- Von hell crème-weiß bis weiß.

Pigmentierung:
Die Pigmentierung von Nase, Augenrändern, Lippen und Zehennägeln soll beim wolfsgrauen und weißen Saarloos Wolfhund schwarz, beim waldbraunen und crème-weißen leberfarben sein. Die Haare der ganzen Körperunterseite, an der Innenseite der Extremitäten und an der Hinterseite der Hosen sind hell in der Farbe. Sowohl der wolfsgraue als auch der waldbraune Saarlooswolfhond zeigen an den unteren Teilen der Extremitäten dunkle Farbe. Sie sollten auch eine ausdrucksvolle Maske haben.

Größe und Gewicht:
Die Widerristhöhe beim Saarloos Wolfhund variiert
Rüden von 65 bis 75 cm.
Hündinnen von 60 bis 70 cm.
Geringe Abweichungen nach oben sind zulässig.

Wichtige Proportionen:
Der Saarlooswolfhond ist länger als hoch. Oberkiefer und Schädel haben zueinander ein Längenverhältnis von 1:1.

Gangwerk:
Der Saarlooswolfhund ist ein typischer ausdauernder Traber, der in seinem eigenen Tempo bequem große Entfernungen überbrücken kann. Seine natürliche Gangart ermüdet ihn kaum und erinnert an die eines Wolfes. Der Saarlooswolfhund unterscheidet sich stark von anderen Rassen durch sein sehr spezifisches, leichtfüßiges Gangwerk. Die richtige Art der Fortbewegung ist von verschiedenen Details im Körperbau stark abhängig; vor allem sind die richtigen Winkelungen zwischen den einzelnen Gliedmaßen von großem Einfluß. Im freien ungezwungenen Trab trägt der Saarlooswolfhund Kopf und Hals fast waagerecht: in dieser Haltung sind dann die Stellung der Augen und die Keilform des Kopfes besonders bezeichnend. Im ausdauernden Trab, die rassetypische Bewegung, zeigt der Hund kein übermäßiges Ausgreifen der Gliedmaßen, weil dies, genau wie zu viel Schub, das typische leichtfüßige Gangwerk, ein Vorbild für energiesparende Bewegung, zerstören würde.

Saarloos Wolfhund hunde Welpen


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